Klassische Musik online - Aktuelles, Konzerte, Biographien, Musik & Videos im Netz.

Klassische Musik und Oper von Classissima

Herbert von Karajan

Samstag 27. Mai 2017


ouverture

7. Mai

Hornmusik - Peter Damm (Berlin Classics)

ouvertureMit einer CD-Box erinnert Berlin Classics an Peter Damm, einen der bedeutenden Hornisten des 20. Jahr- hunderts. Er feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag – und auch wenn er sich vor zehn Jahren vom Konzertpodium verabschiedet hat, sind seine Schallplatten immer noch ausgesprochen hörenswert. Das liegt zum einen daran, dass Peter Damm sein Horn stets mit einem unver- wechselbaren, schlanken Ton singen ließ; sein Spiel war nuancenreich und brillant.  Während seiner jahrzehntelangen Laufbahn hatte der Musiker zahlreiche hervorragende Partner an seiner Seite. Auch davon gibt diese Box Zeugnis. An den Aufnahmen beteiligt waren Dirigenten wie Herbert Kegel oder Franz Konwitschny, Orchester wie das Gewandhausorchester Leipzig, die Staatskapelle Dresden oder die Dresdner Philharmonie, Pianisten wie Peter Rösel und Amadeus Webersinke, der Organist Hansjürgen Scholze, und etliche weitere Musikerkollegen.  Außerdem hat sich Peter Damm mit großer Neugier und Experimentier- freude ein umfangreiches Repertoire erschlossen, das vom Barock bis zur Gegenwart reichte. Er gehörte zu den ersten Hornisten, die in der Lage waren, Werke in der extrem hohen Clarinlage wieder aufzuführen. Er spielte aber auch zahlreiche Uraufführungen von Musikstücken, die Komponisten eigens für ihn geschrieben haben.  Auf den sechs CD in dieser Box macht Berlin Classics wichtige Schall- plattenaufnahmen mit dem Hornisten wieder zugänglich. Zu hören sind beispielsweise Mozarts Hornquintett, Sonaten für Horn und Klavier von Ludwig van Beethoven und von Siegfried Köhler, Musik für Horn und Klavier von Gioachino Rossini sowie von französischen Komponisten, das Konzertstück für vier Hörner und Orchester F-Dur von Robert Schumann, die beiden Hornkonzerte von Richard Strauss, ein Hornkonzert von Sieg- fried Kurz, das dieser auch selbst dirigierte, oder die Neuen Divertimenti nach Rameau von Udo Zimmermann, ebenfalls dirigiert vom Komponisten. Ergänzt wird die umfangreiche Kollektion durch Hornkonzerte vom sächsi- schen Hof, eingespielt 1987 von Peter Damm gemeinsam mit seinem Hornistenkollegen Dieter Pansa und der Cappella Sagittariana unter Eduard Melkus, sowie durch Musik für Horn und Orgel, die in der Hofkirche zu Dresden aufgenommen worden ist.  Peter Damm, geboren 1937 in Meiningen, wurde bereits mit 22 Jahren Solohornist des Gewandhausorchesters Leipzig. 1969 wurde Damm zum Solohornisten der Staatskapelle Dresden berufen. In dieser Position wirkte der Musiker an über hundert Studioaufnahmen mit, unter Dirigenten wie Herbert von Karajan, Herbert Blomstedt, Bernard Haitink und Giuseppe Sinopoli. Er unterrichtete zudem als Professor an der Dresdner Musikhoch- schule, sowie in Meisterkursen und Workshops. Mit seinem kantablen Hornspiel stellte sich Damm ganz in die Dresdner Tradition und prägte das noble Spiel der Dresdner Bläser fast vierzig Jahre lang. 

musik heute

24. Mai

Berliner Philharmoniker: Orchester-Akademie nach Karajan benannt

Berlin (MH) – Die Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker trägt ab sofort den Namen Herbert von Karajans. Das teilte das Ensemble am Mittwoch mit. Die Umbenennung sei eine Würdigung der Verdienste des früheren Chefdirigenten, "mit dessen [...] The post Berliner Philharmoniker: Orchester-Akademie nach Karajan benannt appeared first on MUSIK HEUTE .




Crescendo

24. April

Ja, man kann Wagners “Ring” noch neu erfinden!

Walküren mit Flügelhauben braucht heute kein Mensch mehr. Und die hundertste zwanghaft modernisierte Version von Wagners “Ring” auch nicht. Aber was für eine Re-Kreation macht Sinn? Bei den Salzburger Osterfestspiele 2017 findet unsere Autorin eine Antwort. Haben wir in Sachen „Ring des Nibelungen“ schon alles Machbare gesehen? Oder sind wir zu verunsichert, um die Ereignisse der Gegenwart im Gewand von Wagners Tetralogie auf die Bühne stellen zu wollen? Sicher ist: Es gibt meines Erachtens viel zu viele Deutungen des „Rings“, die sich schnell überholen. Wie die immer noch in Bayreuth aktuelle von Frank Castorf, die in der deutsch-deutschen Vergangenheit wühlt und keine erhellenden Neuansätze mehr bringt. Aber es gibt auch zeitlose Deutungen, die in ihrer Gültigkeit Jahrzehnte überdauern können. Wie etwa die „Walküre“ von 1967, mit der Herbst von Karajan seine neu geschaffenen Salzburger Osterfestspiele eröffnete. Als bekannt wurde, dass die Osterfestspiele 2017 eine Re-Kreation gerade dieses Meilensteins der Aufführungsgeschichte bringen würden, waren die Reaktionen geteilt. Der Griff in die Retro-Kiste als Kapitulation vor einer Neudeutung? Könnte man meinen. Interessanterweise ist gerade das Gegenteil der Fall. Dazu muss allerdings klargestellt werden, dass lediglich das Bühnenbild des legendären Günther Schneider-Siemssen rekonstruiert wurde: Jene bekannte Ring-Ellipse, die im zweiten Aufzug auseinanderbirst und eine Kluft zwischen Wotan und Brünnhilde reißt. Schneider-Siemssens beziehungsreiche, kosmisch bewegte Bilder besitzen für mich noch heute eine zeitlos gültige Aussagekraft fürs Werk und wirken ganz und gar nicht „angestaubt“. Zumal mit heutiger Licht- und Projektionstechnik gearbeitet wird und auch die Regie von Vera Nemirova sowie die Kostüme (Jens Kilian) komplett neu sind. Kein Theatermuseum mit schweren Umhängen, dicker Schminke und bedeutungsvollem Schreiten also, sondern eine durchdachte Personenführung aus heutiger Sicht. Nemirova durchleuchtet die „Ring“-Personen sehr genau und – wie mir scheint – sie liebt sie: Die jugendliche Brünnhilde darf barfuß quer über die Bühne laufen, Wotan treibt es innerlich wie auch auf der Bühne hin und her, Siegmund und Sieglinde finden vorsichtig, aber intensiv zu ihren Gefühlen. Nur Fricka und die Walküren bleiben statuarisch, Sinnbild eines erstarrten Systems. Dass die Personen ein wenig zu häufig frontal dem Publikum zugewandt sind, hat mit der Akustik der überbreiten Salzburger Bühne zu tun. Kurz gesagt: Wer die Kunstform Oper angesichts einer Re-Kreation wie der aktuellen Salzburger „Walküre“ schon totgesagt bzw. eingemottet hat, übersieht, wie interessant es sein kann, einen 50 Jahre alten Raum mit Gedanken aus unserer heutigen Lebenswelt neu aufzuladen. „Wir sollten uns immer wieder vor Augen führen, woher wir kommen“, sagt Regisseurin Nemirova – und tatsächlich führt dieser optische Rückgriff die meisten der Festspielbesucher (nicht nur diejenigen, die das „Original“ noch gesehen haben) zurück in die höchstpersönliche Wagner-Theatergeschichte. Auch mich, die als kleines Kind mit genau dieser Ästhetik aufgewachsen ist. Sie macht uns deutlich, woher wir kommen und dass vieles vermeintlich Alte noch heute sehr modern wirken kann – aber auch, wie wir uns selbst geändert haben. Wie das Regietheater unsere Sehgewohnheiten und die verschiedensten Aufführungspraktiken unsere Hörgewohnheiten beeinflusst hat. Und dass Altes und Neues eine spannende Reibungsfläche mit vielen Inspirationen ergeben können. Gut, dass auch Christian Thielemann mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden seinen eigenen Klang gefunden hat und nicht dem Karajanschen Ideal nacheifert. Die Walküre von 2017 klingt vor allem in den Streichern extrem wohltönend, setzt klug Akzente und überwältigt immer wieder emotional. Eine Parallele zwischen 1967 und 2017 fällt zudem auf: nämlich dass man hier beiderseits Idealbesetzungen des Werks gefunden hat. Anja Harteros überwältigt als facettenreiche Sieglinde im Piano wie im „Hehrsten Wunder“-Ausbruch des dritten Aufzugs – ihr zur Seite ist Peter Seiffert immer noch klangschön wie eh und je und strahlt in seinen „Wälse“-Rufen. Fast unterfordert ist der wie immer extrem präsente Georg Zeppenfeld in der Partie des Hunding. Vitalij Kowaljow ist ein Göttervater mit Tiefgang und Ausstrahlung, anfangs zurückhaltend, aber in „Wotans Abschied“ zu Höchstform auflaufend – eher baritonal, sehr weich und lyrisch singend. Und Anja Kampe ist mit vielen, nie zu harten Spitzentönen und jugendlicher Kraft sowieso die derzeitige Top-Besetzung der Partie. Auch Christa Mayer (Fricka) und ausnahmslos alle (und das ist selten!) Walküren-Stimmen sind erste Wahl. Stehende Ovationen bei der Aufführung zum Abschluss der Salzburger Osterfestspiele 2017 für ein rundum gelungenes Experiment, das – so umstritten es in der Kritiker-Riege auch sein mag – für mich das Zeug dazu hat, Operngeschichte zu schreiben! Barbara Angerer-Winterstetter



Herbert von Karajan
(1908 – 1989)

Herbert von Karajan (5. April 1908 - 16. Juli 1989) war ein österreichischer Dirigent. Er zählt zu den bekanntesten und bedeutendsten Orchesterleitern des 20. Jahrhunderts. Karajan arbeitete mit vielen angesehenen Symphonieorchestern, wirkte an bedeutenden Opernhäusern und veröffentlichte zahlreiche Einspielungen klassischer Musik. Er arrangierte auch die Hymne der Europäischen Union.



[+] Weitere Nachrichten (Herbert von Karajan)
7. Mai
ouverture
24. Apr
Crescendo
18. Apr
nmz - KIZ-Nachric...
18. Apr
nmz - neue musikz...
18. Apr
nmz - neue musikz...
18. Apr
nmz - KIZ-Nachric...
17. Apr
nmz - KIZ-Nachric...
17. Apr
nmz - neue musikz...
9. Apr
musik heute
8. Apr
musik heute
8. Apr
musik heute
8. Apr
musik heute
4. Apr
nmz - KIZ-Nachric...
4. Apr
nmz - neue musikz...
3. Apr
nmz - neue musikz...
3. Apr
nmz - KIZ-Nachric...
10. Mär
Crescendo
9. Mär
Crescendo
25. Feb
nmz - neue musikz...
14. Feb
Crescendo

Herbert von Karajan




Karajan im Netz...



Herbert von Karajan »

Große Dirigenten

Beethoven Berliner Philharmoniker Wagner

Seit Januar 2009 erleichtert Classissima den Zugang zu klassischer Musik und erweitert deren Zuhörerkreis.
Mit innovativen Servicedienstleistungen begleitet Classissima Neulinge und Musikliebhaber im Internet.


Große Dirigenten, Große Künstler, Große Opernsänger
 
Große Komponisten der klassischen Musik
Bach
Beethoven
Brahms
Debussy
Dvorak
Handel
Mendelsohn
Mozart
Ravel
Schubert
Tschaikowski
Verdi
Vivaldi
Wagner
[...]


browsen Zehn Jahrhunderte der klassischen Musik...